JUHAYMAN AL UTAYBI

Er war Mitglied des Stammes der Utayba, die bereits seit den frühen Tagen des Königreichs Saudi-Arabien ein konfliktgeladenes Verhältnis zur regierenden Familie der Al Saud hatten. In den 1960er Jahren gründete Juhayman eine Gruppe junger Beduinen, die die Religion nicht nur als Gegenmittel gegen fremde Einflüsse im ölboomenden Königreich einsetzten, sondern auch gegen "die Usurpation des Islam" durch die königliche Familie. Juhayman stellte die Machtprinzipien des Königreichs radikal in Frage und erklärte, die Al-Saud seien keine legitimen islamischen Herrscher mehr. Seine Übernahme der Moschee von Mekka bedurfte daher eines religiösen Grundes, und Juhayman fand ihn in der Gestalt des Mahdi, "des Erlösers, der in Zeiten großer Unruhen im Islam kommt", um die Muslime zu einer alles reinigenden Apokalypse zu führen.